Gründe für häuslichen Unterricht?

Wir haben uns dafür entschieden, dass unsere Kinder so lange es geht, zu Hause unterrichtet werden. Im vollen Vertrauen, dass sie das, was sie lernen „müssen“ schon lernen werden… wir zählen uns also zur Unschooler-Fraktion (oder Freilerner, selbstbestimmte Lernende). Im Gegenzug zur Homeschooler-Fraktion mache ich keinen „Unterricht zu Hause“.

Die (üblichen) Gründe für diese Entscheidung kennt man ja:

  • individuelles Lerntempo
  • differenziertes Lernangebot – nach Interessen eben
  • kein Zwang/Druck
  • mehr Praxis, aus dem (wirklichen/tatäschlichen) Leben gegriffen

Aber ein Aspekt ist mir erst letztens untergekommen… denn eigentlich ist es auch ein finanzieller – ich kann (will 😉 ) mir ein Schulkind einfach nicht leisten.

Klar kann ich arbeiten gehen, während meine Kinder fremdbetreut sind (zu welchem Preis?), aber… ich kann mir auch Arbeit suchen, die sich eben meinem Lebensstil anpasst (schon geschehen – Ringana sei Dank). So ein Kind in der Schule kostet doch jede Menge Geld, das ich mir somit erspare:

  • Schultasche mit Federpennal, Stiften
  • Turnsachen
  • Werkkoffer, Malschachtel samt Inhalt(en)
  • Jausenbox und jeden Tag Jause, Schulkakao
  • Kleidung
  • Klassenkassabeiträge, etc.

Schulgeldfreiheit herrscht am Papier… tatsächlich haben Schulen sehr wenig Handlungsspielraum bei ihren Ressourcen und somit sammeln sie sehr wohl immer wieder ein.

Zu Hause haben wir „Werktagsgewand“ an, das darf dreckig werden, auch mal zu flicken sein. Schönes Gewand gibt es nur für schöne Anlässe… nicht für jeden Tag. Geturnt wird mit dem, was gerade getragen wird… es ist ohnehin meist eine Jogginghose. 😀 Stifte, Schere, Bastelzeug muss ich kaufen. Stimmt. Aber da verwenden alle alles, ich brauch es nicht in mehrfacher Ausführung – viel sparsamer. Selbiges beim Essen… da gibt es (fast) keine Reste, weil alle gemeinsam jausnen. Und Ausflüge muss ich ohnehin dort wie da selbst bezahlen.

Ganz genau hab ich es mir nicht durchgerechnet… aber ich denke, dass nicht umsonst im Herbst eine „Familienförderung“ zum Schulstart für jedes Schulkind ausbezahlt wird. Die… wie so oft, eh zu wenig ist, wenn man es sich genau durchrechnet… warten wir mal auf den Herbst, wo wieder aktuelle Zahlen und Vergleich gebracht werden. 😉

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