Die letzten Tage waren so herrlich sonnig, dass unsere Walnüsse auf der Terrasse gut trocknen konnten. Heute konnte es ein Kind kaum erwarten und setzte sich zum Ziel, eine erste Ration aufzumachen. Herrliche Nüsse, nur wenige, die nicht verwertbar sind.
Und als die Kinder so die Nüsse knackten, meinte der Papa, dass es ja auch ein Lied „Nussknacker“ gibt. Ich verbesserte, dass es kein Lied sei, sondern eben ein ganzes Musikstück… dass es ein Ballett ist, lernte ich auch. 😀
Also suchte der Papa am Handy „das Lied“ und ließ es spielen, während die Nüsse weiter geknackt wurden. Inzwischen las ich etwas über den russischen Komponisten dieses Stücks: Pjotr Iljitsch Tschaikowski. Sehr interessant… der hat ja auch Schwanensee geschrieben.
Imposant fand ich auch, dass er mit fünf Jahren besser vom Blatt spielen konnte als seine Klavierlehrerin. Oder dass er einfach von einer Dame (Frau von Meck) gesponsert wurde. Oder dass er anfangs mit Kritik überhaupt nicht konstruktiv umgehen konnte und lieber seine ganzen Werke vernichtete. Stur war er scheinbar auch, weil einige seiner Stücke zuerst auch nicht viel Anklang fanden, er sie dennoch so beibehielt und dann wurden sie ein großer Erfolg.
Inzwischen schnappten sie die Kinder aber das Handy und holten ihr Buch und verglichen die Musikinstrumente, die zu sehen waren. Voller Freude jubelten sie, wenn sie eines erkannten: Posaune, Horn, Klarinette, … .

Es ist so schön zu sehen, wie sie sich selbst ihr Wissen aneignen. Wir haben eigentlich gar nicht wirklich viel dazu beigetragen. Sie selbst haben den Impuls aufgegriffen und genutzt. So einfach geht Unterricht. So einfach geht lernen… manchmal eben auch am Sonntag Nachmittag. 😉