Kaum „allein“, kaum die erste emotionale Achterbahn überlebt, nutzte ich die freiwerdende Energie (ja, Wut muss konstruktiv genutzt werden ;p ) um so mal schon so lange anstehende Projekte im Garten anzugehen.
Das Wetter verleitet geradezu im Garten zu werkeln und da das neue Hochbeet auf der einen Seite unser „Erdbeerfeld“ gut umzäunt, wollte ich noch die letzte Seite schließen, damit man mit dem Rasenmäher nicht zu nah kommt. Außerdem lagerten die alten Autoreifen ja schon seit einem Jahr zu Hause (eigentlich wollte ich damit ja eine Stiege zur Nestschaukel beim Nussbaum anlegen). Gesagt getan. Noch schnell beim Hauschemiker informiert, wie es denn dann mit den austretenden Weichmachern aussieht. Aber da bekam ich grünes Licht, die Dosis wäre zu gering um über die Erdbeeren in unseren Körper zu wandern. 😉
Ich hab sowas zwar noch nie gemacht, aber hey… learning by doing… oder so. 😉 Also angefangen zu graben, austarieren, hinlegen. Füllmaterial hatten wir logischerweise zuerst zu wenig. Aber mit dem alten Heu von den Hieflern waren sie dann doch recht bald voll. Das darf dann hier gemütlich verrotten, denn darüber haben wir jetzt Mohn, Löwenmäulchen, Tagetes und Kornblumen gesät (bzw. eingesetzt). Mal sehen, ob sich das gegen die Wiese durchsetzt. Daneben haben wir Ringelblumen angesät. Ich freu mich schon so, wenn dann alles richtig blüht. Hoffentlich halten sich die Schnecken zurück. 😉
Den letzten Reifen fixierte ich einfach mit einem Erdhaken. Die Kinder nutzten die Stiege nämlich sofort und turnten auch drauf herum, da kippte der immer. Eindeutig mit zu wenig (schwerem) Material aufgefüllt. Aber so hält es gut. Vielleicht wurzeln die Pflanzen dann ja auch mal durch und stabilisieren zusätzlich. 🌱
Als nächstes widmete ich mich den Dachziegeln. Seit 3 Jahren lagerten sie einfach so hinterm Haus, weil wir den Standort für unsere Nützlingsherberge immer wieder verlegten. Auch ohne eine ideale Umgebung vorzufinden, haben sich bereits Bienen eingenistet. Daher wollte ich eigentlich noch bevor sie flügge werden die Dachziegel umsiedeln – wir hatten endlich das geeignete Plätzchen gefunden. Mein Mann hatte ja bereits angefangen freizugraben, aber eben noch nicht fertig. Also machte ich mich nun an die Arbeit. Da ich aber allein mit den Kindern das erledigte, machte ich es nicht so „professionell“ wie vorgegeben. Mein Fundament wird wohl hoffentlich halten und so weit stabil sein. Ich baute ein L, was noch für zusätzlich Stabilität sorgt. Da wir unterschiedlichste Dachziegel hatten, müssten wir fast eine Tonne Sand in die Zwischenräume füllen. Das sparte ich mir ebenfalls, auch aus Geldgründen. Musste ich halt genauer „mauern“. Die Bienen waren immerhin ja auch schon so eingezogen. Und alles andere wird sich schon noch einfinden. 😉
Es war verblüffend, wie schnell der Zaun wuchs. Die Bienen flogen teilweise einfach mit – sie waren überhaupt nicht aggressiv, zum Glück. Käfer & Spinnen nahm ich auch einfach mit. Mal sehen, wie das so wird. 🙂




