Tierpark Preding

Der letzte Ausflug mit dem Bus für die erste Klasse. Gemeinsam mit meiner Kollegin besuchten wir noch den Tierpark Preding.

Unten angekommen, durften wir erstmals jausnen. Dies war allerdings fast nicht möglich! Die Chefin erlaubte uns bereits innerhalb des Tierparks zu essen und so waren die Kinder von den Affen und den Hühnern mehr wie abgelenkt. Besser wäre es hier gewesen, wir hätten draußen am (kostenpflichtigen) Spielplatz gejausnet.

Da wir eine Führung gebucht hatten, warteten wir darauf, dass wir nun endlich abgeholt würden… aber scheinbar gab es ein Missverständnis. Zum Glück war unserer Führer flexibel und wir konnten loslegen. Klarerweise sind bei 30 Kindern nicht alle still und so war es eine gewisse Herausforderung, die Tiere aus der Nähe zu betrachten, weil sie vor dem Lärm immer flüchteten.

Ich war überrascht, wie groß der Tierpark tatsächlich war und welche Tiere sie alles beherbergten. Der Mann, der uns führte, erklärte zu jedem Tier ein paar Dinge. Faszinierend, dass hier doch jedes Tier einen Namen hatte und sie größtenteils wirklich auf den Namen hörten. D.h. wenn sie gerufen wurden auch darauf reagierten und näher kamen.

Imposant war der Strauß und die eine Hühnerart, die fast gleich groß war wie die Mini-Shetties. 😀

Die Zeit verging wie im Flug und wir waren noch nicht einmal durch, bekam unser Führer bereits einen Anruf, wo wir denn so lange blieben. Die Führung sollte lediglich 45 Minuten dauern und wir waren schon 1,5 Stunden unterwegs! Uijuijui… das hörte sich nicht gut an.

Schnell machten wir uns daran den Rest zu erledigen. Die Kinder waren ohnehin (ob der Fülle) nicht mehr aufnahmefähig und so zogen wir von dannen.

Als Abschluss redete die Chefin uns noch ein schlechtes Gewissen ein, weil immerhin hatte sie uns den Preis für eine normale Führung gemacht und die Begleitpersonen waren alle frei und jetzt haben wir doppelt so lange gebraucht… blablabla, sodass meine Kollegin und ich uns (um guten Willen zu zeigen) zu einem sehr großzügigen Trinkgeld hinreißen ließen. *seufz*

Supervision I

Bereits vor 3 Jahren kam das Thema einmal auf. Da ich an meiner alten Volksschule bereits in den Genuss von Supervisionen kam, war ich natürlich sofort dafür. Aber… die eine Kollegin und ich sind damals eiskalt abgeblitzt – sowas haben wir nicht nötig, schließlich haben wir jeden Freitag den Wochenrückblick!

Das stimmte… nur leider nahm dieses gemütliche Beisammensitzen immer mehr ab… so ließ ich nicht locker und konnte noch mehr Kolleginnen für diese Idee gewinnen. Schon alleine deshalb, weil es sich nicht mehr verhindern ließ zu bemerken, dass seit letztem Schuljahr die Harmonie an dieser Schule etwas abgenommen hatte.

Nachdem ich bei meinem letzten Mitarbeiterinnengespräch das OK von Seiten der Direktion doch noch erwirkt hatte, kümmerte ich mich um einen Termin auf freiwilliger Basis. Unsere Frau Direktor war so lieb und bezahlte den Jahresbeitrag für eine Mitgliedschaft beim Lehrerinnenberatungszentrum und so hatten wir im (Kalender-) Jahr 4 Einheiten „gratis“. Und gestern war es das erste Mal soweit! 🙂

10 Kolleginnen hatten sich vorangemeldet, also bestand doch bei etwas weniger als der Hälfte Interesse daran, wieder mehr Balance in den Schulalltag zu bringen. 🙂 Freute mich. Die Supervision an sich verlief gewohnt locker & lustig. Genau so, wie man uns eben (nach außen hin) kannte. DAS waren wir! Nichts desto trotz war uns bei allem Spaß bewusst, dass wir manche Dinge im gesamten Kollegium einfach öfter/mehr ansprechen müssen. Dazu wollten wir die anstehende letzte Konferenz nutzen – immerhin, wir wollten unsere „Probleme“ vor den Ferien „gelöst“ wissen! 🙂

Voller Datendrang machten wir uns nach der Supervision noch an die Arbeit um das genauer auszuarbeiten. Trotz meiner Bedenken in manchen Belangen, bin ich zuversichtlich, dass es gut gehen wird. Klar stehe ich dahinter… 😀 Ich werde nicht etwas anzetteln und dann klein beigeben! 😉

Außerdem… weiterführend wäre es mein (Traum-) Ziel, Supervisionen als Fortbildung geltend zu machen. Es gibt so viele (schwachsinnige) Fortbildungen, von denen man nicht wirklich viel hat. Aber ich kenne niemanden, der bei einer Supervision nicht voll viel dazugelernt hätte. Aus meiner Sicht muss es doch möglich sein – es ist immer mit Anwesenheitslisten – sich das anrechnen zu lassen: DAS ist pädagogisch wertvoll!

 

Ernüchternd fand ich, dass die Reisekosten des Supervisors leider nicht von der Direktion übernommen wurden. Zum Glück hatte ich gestern eine leise Vorahnung und fragte die Runde, ob es denn ok sei, wenn wir uns den Betrag schwesterlich teilen. Alle stimmten zu.

DAS ist unsere Stärke: Wir halten zusammen. Wir lösen Probleme. Wir unterstützen einander. Darauf müssen wir (wieder) aufbauen – dann schaffen wir alles! 🙂

Bärenburg – das Kindersicherheitshaus in Graz

Heute besuchten wir also die Bärenburg im LKH Graz. Ich selbst war noch nie dort und freute mich auch schon wieder, etwas Neues kennenzulernen.

Da wir 2 Klassen waren (nachdem wir jeweils nur 15 Kinder hatten, bekamen wir diese „Ausnahmegenehmigung“) wurden wir in 3 Gruppen aufgeteilt. So war unsere Direktorin so nett uns zu begleiten.

Der Bus durfte ausnahmsweise aufs Gelände einfahren, damit wir nicht sooooo weit gehen mussten. Schließlich ist die Bärenburg gaaaaaaaaaanz hinten. 😀 Allerdings ist es hier ratsam, über die Stiftingtalstraße zu fahren!

Dort angekommen – es regnete – zogen brav alle ihre Schuhe aus und ihre Patschen an. Diese sind (neben der obligatorischen Jause mit Getränk) selbst mitzunehmen. Nach einer kurzen gemeinsamen Einführung, wurden wir in die 3 Gruppen aufgeteilt.

Im Haus gab es dann eine Station „oben“, wo eben das Kinderschlafzimmer, das Badezimmer und die Küche mit allen bekannten/üblichen Gefahrenquellen nachgebaut sind. Meine Gruppe wusste bereits erstaunlich viel über Sicherheitsvorkehrungen und Gefahrvermeidung.

Danach konnten wir hinunter, wo wir einiges über die Sicherheit im Straßenverkehr lernten. Alle Kinder durften zeigen, wie gut sie sich schon selbst angurten konnten, welche Schutzmaßnahmen sie beim Radfahren trafen und wurden abgemessen um zu zeigen, ob sie schon groß genug sind, ohne Kindersitz im Auto mitfahren zu dürfen. Hier lernte auch ich etwas Neues: Man muss 150cm groß sein! (Mir kam vor, „zu meiner Zeit“ war das noch weniger… aber gut… ist ja auch schon lange her… 😀 )

Nach einer kurzen Jausenpause, durften wir zu guter Letzt in die Bücherei im Gebäude gegenüber. Brav schlichen die Kinder die Treppen hinauf, so leise wie die Indianer. Immerhin waren wir nun im „richtigen“ Kinder-Krankenhaus. Ganz oben angekommen lernten wir bereits für die „Freiwillige Radfahrprüfung“ vor. 😉 WIR wissen jetzt schon ganz genau, wie ein Fahrrad ausgerüstet sein muss, damit ich sicher auf der Straße fahren darf. Zusätzlich durften wir dann noch einen Versuch starten, weil Feuer auch immer ein heißes Thema ist. Wie lange braucht eine Flamme wirklich, bis sie erloschen ist? – Sehr interessant.

 

So könnte „Schule“ öfters sein… wenn die Kinder so nebenbei lernen. 😉

Nettes Detail am Rande: Ein paar Kinder wurden interviewt für Ö1. Im Herbst, wenn alles fertig geschnitten ist, kann man mit viel Glück unsere Heldinnen & Helden hören. 🙂

Statusmitteilung

„Frei“ zur Trauerbewältigung

Aus gegebenem Anlass, schickte mich heute meine Direktorin wieder nach Hause, bevor ich noch das Schulhaus betreten konnte.

Ich zähle zu den glücklichen Zeugen, die dem Amokfahrer am Samstag rechtzeitig ausgewichen sind. Gestern herrschte in meinem Inneren Leere vor – ich habe es noch nicht ganz begriffen.

Es tut gut zu wissen, dass die Chefin (und das Kollegium) so hinter einem steht…

Kurzmitteilung

1. Klassentreffen

Ich konnte es dann doch noch kaum erwarten, meine ehemaligen Viertklasser endlich wieder zu sehen. Auch wenn das Wetter nicht mitspielte und wir leider nicht zelten konnten, so trafen wir uns doch zum Grillen und Zusammensitzen.

Schließlich: Was ich sage – halte ich auch!

Die Kinder freuten sich auch riesig und es war herrlich mitanzusehen, wie sie sich einfach so wieder verstanden, als wären sie nie getrennt gewesen. Dementsprechend ruhig waren auch die Eltern und tranken ein Achterl bzw. Bier nach dem anderen.

Eine lustige Runde, wo ich mich höflichkeitshalber doch hin und wieder „entfernen“ musste um nicht in einen unhöflichen Lachanfall zu verfallen. 😉

Waren doch genau das DIE Eltern, die mir damals dermaßen Feuer unterm A*** gemacht haben, denen ich es nie recht machen konnte (ok, das ist normal), aber die total übertrieben auf Leistung aus waren und mir dann Unfähigkeit vorwarfen und mich auf Grund desssen sogar mit dem Rechtsanwalt konfrontierten. Und genau diese Eltern standen mir jetzt gegenüber und meinten: „Nein, sie haben jetzt begriffen, dass einfach zu viel gefordert wird von den Kindern, und das Schüler-Burn-Out immer mehr wird.“ *lol* Auf der anderen Seite schilderten sie mir, wie leicht sich ihre Kinder im Gymnasium taten und in Mathematik, Biologie, etc. so gut mithalten konnten, weil sie in der Volksschule so viel lernten. Ahja… direkt haben sie das nicht auf mich bezogen, aber ich fasste das peinhart als (spätes, aber immerhin) Kompliment auf. 🙂