Exhibitionismus

Da trägt es sich zu, dass sich im Ort (scheinbar) ein Exhibitionist herumtreibt. Vor zwei Mädchen der Schule soll er sich entblößt haben.

Klarerweise passiert das, wenn ich nicht in der Schule bin. Auf Grund meiner weiteren Ausbildung drückte ich am Freitag selbst die Schulbank. Und genau an diesem Tag geht die Frau Direktor durch und klärt das mit den (anwesenden) Lehrerinnen.

Heute (mittwochs darauf) werde ich von Eltern aus meiner Klasse angesprochen, ob ich denn noch mit meinen Kindern darüber sprechen werde, über die Vorfälle… .

Ganz ruhig und gelassen bleiben. Versichern, dass natürlich alles geklärt wird… und dann einmal den Weg zur Direktorin gesucht und um Aufklärung gebeten. 🙂

Ja, ganz ehrlich, ich hätte mir schon gewunschen, dass diese Information an mich herangetragen wird. Bei aller „Holschuld“, aber von so etwas kann ich doch nicht ausgehen! Ein Vermerk im Läufer, ein Informationszettel im Konferenzzimmer oder irgendeine Notiz hätten mir das Leben in dem Moment doch etwas erleichtert.

Schon vergessen? Das ist ja quasi mein „Spezialgebiet“. 😉

Statusmitteilung

Elternsprechtag, der 1.

Erledigt. Erschöpft. Stimmlos.

Dank der großzügigen Zeitvorgabe (20 Minuten pro Gespräch, 15 zum Reden, 5 zum Wechseln) und der Pünktlichkeit der Eltern ergab es sich so, dass ich immer wieder Pausen hatte. Dies war seeeeeeeeehr angenehm (nicht nur für meine Stimme, auch für meinen geschwächten Körper). Was noch angenehmer war: Je später die Uhrzeit, desto netter die Gäste. Denn umso mehr Lob heimste ich ein. Mensch, tat das guuuuuuuut! 🙂

Auch interessant, dass manche Eltern sich ganz nah setzten, ein paar die Kinder mitbrachten, manche zu zweit erschienen und nur ganz wenige ihres Kindes nicht Herr wurden (bzw. in dem Fall Frau. 😉 ).

Weiteres kleines und schmeichelndes Detail am Rande: Ein ehemaliger Schüler sah Licht und dachte sich doch glatt: „Da schau ich vorbei!“ Diese überaus netten jetzigen Eltern gewährten ihm sogar Gesprächszeit mit mir. ❤

Kurzmitteilung

Adventkranzsegnung mit Weihnachtsbastelei

Klarerweise muss es mir wieder gelingen, zwei wichtige Termine auf einen Tag zu legen. 😀

Gleich in der Früh fand die Adventkranzsegnung für die GS I statt. Der wunderschöne Adventkranz aus meiner Klasse stach eindeutig heraus. Nicht nur weil er der schönste war, nein, er war auch noch dezent größer als die anderen. 🙂

Eine Mutter hat sich bereit erklärt, dass sie sich darum kümmert. Ich wusste nicht, dass sie ihn selbst bindet… aber man sah eindeutig, dass sie ihr Handwerk versteht. Einfach ein bezaubernder, kindgerechter (mit Elche am Schlitten) Adventkranz.

Die anderen Eltern nutzen die Zeit der leeren Klasse, um den Raum etwas umzugestalten. Hatte ich sie doch fleißig eingeteilt, um mit den Kindern zu basteln. 🙂 Gedacht war es eigentlich dafür, dass zu Beginn der Adventzeit die Klasse schön weihnachtlich geschmückt werden kann. Und neue Ideen kann man als Lehrerin immer brauchen. 😉

Es waren auch alle herzallerliebst bemüht und gaben ihr Bestes. Den Kindern machte es auch total Spaß und sie waren alle ganz stolz auf ihre Werke. So stolz, dass sie sie lieber mit nach Hause nehmen wollten, als in der Klasse aufzuhängen und zu präsentieren. 😀

Am Ende des Schultages bekam ich als vorsichtige Frage (eines Papas, dessen Frau mitgeholfen hatte), was wir denn in der Schule angestellt hätten. Seine Frau sei nach Hause gekommen und schnurstracks ins Bett um sich auszuruhen. 😀

Dabei waren die Kinder an diesem Vormittag (aus meiner Sicht) handzahm und voller Eifer bei der Sache. 🙂 Aber ja, es tut gut, dass Eltern auch einmal erfahren, wie das nun mal so ist…

Kurzmitteilung

Das Lob & die Freude danach

Hat mich letztens in der Pausenaufsicht eine ehemalige Mutter abgewartet, damit sie mir sagen kann, welch tolles Lob ihre Tochter nun im Gymnasium erhalten hatte. Das musste sie mir weiterleiten, weil es doch indirekt auf mich zurückzuführen ist – wider dem damaligen Gerede. 😉

Und heute, als ich wieder einmal ewig in der Schule hockte um noch dieses und jenes zu erledigen, kam ganz überraschend Besuch am Nachmittag. Eine ehemalige Schülerin stand plötzlich vor mir. 🙂 So herrlich-schön, wenn man dann erfährt, wie gut es den früheren Schützlingen nun ergeht. 🙂

1. Klassenforum

Der Schultag heute war unspektakulär… die Kinder waren so brav. Alle haben sie total diszipliniert ihre Garderobensackerl bestempelt. Die, die nich stempelten, malten ein Bild oder taten nichts. Einfach nichts… aber leise. 🙂 So brav.

Und hungrig sind die auch nie!!! Zur eigentlichen Jausenpausenzeit (8:40) hatte noch niemand Hunger, so haben wir erst um 9:15 angefangen zu jausnen und sind dann fließend von der Jausen- in die Hofpause über. 😀 Brave Frühstücker.. anscheinend. 😉

Nach der Hofpause haben wir uns der ersten „richtigen“ Stunde gewidmet. Schulsachen zugeordnet, mit dem Anfangslaut… auch gleich ein paar auf Englisch ausprobiert (es gibt ja einen bilingualen Schüler in der Klasse). Und dann eine Geschichte… mit Aufgabe dazu… Die erste „richtige“ Aufgabe. 😀

Abends schnell alles hergerichtet an Zetteln für die Eltern. Bei der Fülle an Informationen ergibt das eine ganz schöne Zettelwirtschaft. Meine Kollegin hatte die gute Idee, die ganze Flut an Papier in einem Ordo-Mäppchen zu verstauen. Schaut gleich besser aus und alles ist zusammen. Damit das noch individueller aussieht, habe ich die Mappen in die Garderobensackerl gegeben, so konnte jeder gleich seines nehmen. 🙂

Darin war auch der gebastelte Koffer, in den die Eltern gleich einen guten Wunsch für die Kinder aufschreiben sollten. 🙂 Ja, heute nahm ich die Eltern mal richtig ran und sie mussten hart arbeiten. 😛

Danach kam nämlich gleich die Zettelausfüllerei mit allen möglichen Listen und Einverständniserklärungen. Und gleich darauf, nach einer kurzen Einführung mussten die Eltern schon wieder schreiben. Diesmal ihre Erwartungen an die Schule und mich (als Lehrerin). Fix notiert im Mitteilungsheft. *hehehe* Das muss ich mir kopieren, denn zu späterem Zeitpunkt wird es unter Umständen notwendig sein, dass ich sie daran erinnere, dass sie sich nun wünschten, dass die Schule Spaß macht, dass jedes Kind dort abgeholt wird, wo es steht, dass sie Zeit zum Spielen haben… etc.

Nachdem sich für die Klassenelternvertreter/inwahl keiner meldete, zog ich ein paar andere Punkte vor und kam später wieder darauf zurück. Leider vergebens… nicht einmal mein Lockmittel mit der Schokolade half! 😉 Ziemlich zögerlich meldeten sich dann zwei Papas. Das hatte ich noch nie. 😀

Das Gesprächsklima war angenehm, ein Vater erzählte sogar einen Witz, etliche Fragen wurden gestellt (aber aus Neugierde, nicht boshaft… so wie ich es bisher gewohnt war) und zum Schluss hatte ich den Eindruck, dass sie gar nicht richtig heimgehen wollten.  😀 Ich musste die Elternschar direkt darauf ansprechen und dann brachen sie doch nach und nach auf. 🙂 Es waren doch alle anwesend, nämlich ca. 1/3 sogar in doppelter Belegschaft. 🙂 Freute mich sehr.

Kurzes Revuepassieren mit der Frau Direktor und ein paar anderen Kolleginnen… aber jetzt falle ich müde ins Bett… ganz ehrlich. 😀