Statusmitteilung

Schwangerschaft

Ich bin schwanger!!! 🙂

Ich weiß es seit Dienstag.

Meine (eigenen) Eltern wissen es seit Mittwoch.

Meine Chefin weiß es seit Donnerstag, also heute.

 

Kleines Detail am Rande: Berechneter Geburtstermin ist kurz vor Weihnachten!

Und ja… ich selbst hab die Hälfte der Schwangerschaft einfach so „hingenommen“… jetzt ergeben die ganzen „Symptome“ auch wieder viel mehr Sinn. 😀

Somit arbeite ich noch ca. 1-2 Monate nach Schulbeginn.

Was wohl meine Kolleginnen alle sagen werden?

Wie werden die Schülerinnen und Schüler reagieren?

Und vor allem: Wie bringe ich das den (Klassen-) Eltern bei??? 😀

Aber… man soll die Feste ja feiern wie sie fallen! 🙂

ICH FREU MICH!!! ❤

Kurzmitteilung

Schulschlusskonferenz

Es war soweit… der Schulschluss stand vor der Tür und somit auch die letzte Konferenz. Heute wollten wir auch unsere Supervision präsentieren.

30 Minuten vor Konferenzbeginn setzten wir uns mit unseren Kolleginnen & Kollegen (ohne Frau Direktor) zusammen und „weihten“ sie in unser Vorhaben ein. Alle stimmten zumindest einem Punkt (von unseren drei Herzenwünschen) zu. Das tat gut und stärkte noch mehr unseren Zusammenhalt – so wie es früher einmal war. 🙂

Bei der Konferenz selbst vergriff sich die Direktorin einmal gröber im Ton, als eine junge Kollegin nur anmerkte, dass sie – wenn nur irgend möglich – keine zusätzlichen Musikstunden halten möchte, das sie sehr unmusikalisch sei. Die Zurechtweisung von Chefinnenseite fiel schärfer aus und stieß bei uns Kolleginnen auf Unverständnis.

Interessant war dann unsere kleine Rede zum Schluss (nachdem unser 2. Punkt doch schon irgendwie als die Idee unserer Chefin verkauft wurde). Die Direktorin wusste, dass wir noch einen Punkt unter „Allfälliges“ anbringen wollten. Wir hatten die ganze Rede in kleine Teil unterteilt, sodass jeder zu Wort kam. Da die Grundidee (Supervision) doch eher auf meinen Mist gewachsen war, war mir die Ehre des Anfangens inne. 😉 Es war spannend zu beobachten, dass es unserer Chefin schwer fiel, einfach nur einmal zuzuhören. Mehrmals unterbrach sie uns (bei den vielen Wechseln) und war sofort Fragen ein („Was glaubt ihr, woher das kommt?“ „Wie können wir das lösen?“). Es war mühsam unsere Quintessenz nun doch noch „rüberzubringen“. Aber ich denke, es gelang uns doch ganz gut – und man merkte sichtlich, dass es unserer Chefin doch nahe ging, auch wenn sie es versuchte zu überspielen.

Aber ich muss sagen, es fiel uns allen ein Stein vom Herzen, da wir nun endlich offen darüber gesprochen hatten. Oder es zumindest einmal angesprochen hatten. 🙂

Was ich danach noch eigenartig fand war, dass von Seiten der Direktorin noch ein kleines psychologisches Machtspielchen kam, indem sie uns unterbreitete, wenn die Kollegin aus der Karenz zu uns zurückkommen muss, dann müsse eine andere Kollegin gehen. Bereits vor zwei Wochen (als ich das erste Mal davon hörte, dass Stunden knapp waren) schlug ich vor, dass jeder der möchte einfach ein oder zwei Stunden abgibt, um beide Arbeitsplätze zu sichern. Ich stieß nur auf taube Ohren – das wollte keiner hören. Dieses Mal ergriff ich abermals das Wort und trug meinen Vorschlag abermals vor, in versammelter Runde. Zum Erstaunen der Direktorin erklärten sich 10 andere Kolleginnen & Kollegen bereit, freiwillig eine Stunde abzugeben, sodass eben 11 Stunden zur Verfügung standen. Daraufhin war kurze Stille. *hihihi* Sprachlos habe ich die Frau Direktor noch selten erlebt. Da musste ich einfach noch anfügen, dass genau das (Zusammenhalt) die Stärke des Teams von unserer Schule ist! Wieso nicht nutzen? 😉

Supervision I

Bereits vor 3 Jahren kam das Thema einmal auf. Da ich an meiner alten Volksschule bereits in den Genuss von Supervisionen kam, war ich natürlich sofort dafür. Aber… die eine Kollegin und ich sind damals eiskalt abgeblitzt – sowas haben wir nicht nötig, schließlich haben wir jeden Freitag den Wochenrückblick!

Das stimmte… nur leider nahm dieses gemütliche Beisammensitzen immer mehr ab… so ließ ich nicht locker und konnte noch mehr Kolleginnen für diese Idee gewinnen. Schon alleine deshalb, weil es sich nicht mehr verhindern ließ zu bemerken, dass seit letztem Schuljahr die Harmonie an dieser Schule etwas abgenommen hatte.

Nachdem ich bei meinem letzten Mitarbeiterinnengespräch das OK von Seiten der Direktion doch noch erwirkt hatte, kümmerte ich mich um einen Termin auf freiwilliger Basis. Unsere Frau Direktor war so lieb und bezahlte den Jahresbeitrag für eine Mitgliedschaft beim Lehrerinnenberatungszentrum und so hatten wir im (Kalender-) Jahr 4 Einheiten „gratis“. Und gestern war es das erste Mal soweit! 🙂

10 Kolleginnen hatten sich vorangemeldet, also bestand doch bei etwas weniger als der Hälfte Interesse daran, wieder mehr Balance in den Schulalltag zu bringen. 🙂 Freute mich. Die Supervision an sich verlief gewohnt locker & lustig. Genau so, wie man uns eben (nach außen hin) kannte. DAS waren wir! Nichts desto trotz war uns bei allem Spaß bewusst, dass wir manche Dinge im gesamten Kollegium einfach öfter/mehr ansprechen müssen. Dazu wollten wir die anstehende letzte Konferenz nutzen – immerhin, wir wollten unsere „Probleme“ vor den Ferien „gelöst“ wissen! 🙂

Voller Datendrang machten wir uns nach der Supervision noch an die Arbeit um das genauer auszuarbeiten. Trotz meiner Bedenken in manchen Belangen, bin ich zuversichtlich, dass es gut gehen wird. Klar stehe ich dahinter… 😀 Ich werde nicht etwas anzetteln und dann klein beigeben! 😉

Außerdem… weiterführend wäre es mein (Traum-) Ziel, Supervisionen als Fortbildung geltend zu machen. Es gibt so viele (schwachsinnige) Fortbildungen, von denen man nicht wirklich viel hat. Aber ich kenne niemanden, der bei einer Supervision nicht voll viel dazugelernt hätte. Aus meiner Sicht muss es doch möglich sein – es ist immer mit Anwesenheitslisten – sich das anrechnen zu lassen: DAS ist pädagogisch wertvoll!

 

Ernüchternd fand ich, dass die Reisekosten des Supervisors leider nicht von der Direktion übernommen wurden. Zum Glück hatte ich gestern eine leise Vorahnung und fragte die Runde, ob es denn ok sei, wenn wir uns den Betrag schwesterlich teilen. Alle stimmten zu.

DAS ist unsere Stärke: Wir halten zusammen. Wir lösen Probleme. Wir unterstützen einander. Darauf müssen wir (wieder) aufbauen – dann schaffen wir alles! 🙂

Mitarbeiterinnengespräch

Heute war also der Tag… an dem abgerechnet wurde. 😉

Das Mitarbeitarbeiterinnengespräch stand an. Am Montag hatte ich ja noch zwischen tür und Angel einen Fragenkatalog in die Hand gedrückt bekommen, damit ich mich darauf vorbereiten konnte.

Gestern Abend, als ich kurz die Fragen durchging, bat ich nur darum, beim Gespräch einen guten Tag zu haben, sonst kämen dezent doofe Antworten von mir (und ja, gleich vorweg, ich konnte es mir nicht nehmen lassen auf Frage Nr. 3 mit „Ja, Geschirrspüler einräumen.“ zu antworten. 😀 ).

Ich war schon etwas nervös, obwohl ich ganz genau weiß, dass meine Chefin eine sehr gute Führungskraft ist und einen nicht fertig macht, sondern einfach sagt was ansteht. Was es wiegt, das hat es auch… und bisher bin ich doch immer gut mit ihr ausgekommen. 🙂

Es war auch total angenehm. Wir haben viel gelacht und konstruktiv miteinander gesprochen. Mir war es wichtig, auch ein Feedback zu bekommen, schließlich ist dies meine erste 1. Klasse und ich habe das Gefühl, es ginge schon viel, viel mehr!

Verwundert war ich dann, als mir gesagt wurde, dass pädagogisch, sozial und methodisch alles in bester Ordnung sei (nein, das war noch nicht so überraschend) und man merke, dass ich mir eben viele Gedanken zum „Drumherum“ mache, z.B. dass ich in der Jausenpause etwas vorlese, mit gelungener Stimmanpassung an die Hexe; dass die Kinder als Belohnung Bohnen bekommen und diese gegen Kleinigkeiten eintauschen können; dass es für den Lesepass einen sichtbaren Zuwachs am Lesewurm mittels PlayMais gibt; oder dass gewisse Kinder einfach so sein dürfen wie sie sind und sich keiner darüber beschwert sondern es so angenommen wird.

Das war für mich schon alles so selbstverständlich… das tat gut, dass mir das von außen gesagt wurde… vor lauter Selbstverständlichkeite wurde mir das schon „zu wenig“ (wie bereits weiter oben erwähnt… es geht noch mehr…).

Ich wurde allerdings auch angeregt, kritisch zu hinterfragen, ob ich die weniger erfreulichen Ereignisse der letzten Schuljahre hinter mir lassen konnte, oder ob es mich noch hin und wieder einholt. Ehrlicherweise muss ich da gestehen, dass ich mich auf Grund einer ähnlichen Klassenkonstellation doch manchmal dabei ertappe, in alte Gedankenmuster zu rutschen. Aber… danke meiner Zusatzausbildung bin ich dabei, das gänzlich aufzulösen. 😉

Es ergab sich auch die Möglichkeit zu erwähnen, dass ich die Präsenz meiner Chefin brauche. Sie war mir in den letzten Wochen einfach zu wenig im Haus und das merkte man deutlich an meiner Laune. Sie formulierte es so nett mit: „Weißt, deine spitzen Bemerkungen hatten dann sogar noch ein Eishauberl auf…“ 😀 Wir einigten uns aber darauf, dass ich es ihr immer gleich und direkt sage, wenn ich ein Problem hätte.

Auf meine Frage, was es denn noch zu verbessern gäbe, meinte sie nur: „Stell dich als Person mehr in den Mittelpunkt.“ So nach dem Motto, schau auf dich, weil wenn es dir gut geht, dann passt auch der Unterricht. ❤

Um nun auch die eventuelle Neugierde zu befriedigen, sind hier noch die 12 Fragen (nach Gallup), zu denen ich interviewt wurde:

  1. Weiß ich was von mir am Arbeitsplatz verlangt wird?
  2. Habe ich alle Materialien und Werkzeuge, die ich brauche um meinen Job gut zu machen?
  3. Habe ich in der Arbeit jeden Tag einmal die Möglichkeit das zu tun, was ich am besten kann?
  4. Habe ich in den letzten 7 Tagen Aufmerksamkeit oder Lob bekommen für eine gute Arbeit?
  5. Kümmert/Interessiert sich mein/e Vorgesetzte/r oder jemand anderer bei der Arbeit um mich/für mich als Person?
  6. Gibt es jemanden der/die meine berufliche/fachliche Weiterentwicklung ermutigt?
  7. Zählt meine Meinung am Arbeitsplatz?
  8. Gibt mir das Unternehmen(-sleitbild) das Gefühl, dass mein Job wichtig ist?
  9. Ist die Qualität der Arbeit ein Wert für meine ArbeitskollegInnen?
  10. Habe ich zumindest eine/n gute/n Freund/in in der Arbeit?
  11. Habt in den letzten 6 Monaten jemand mit mir über meine Arbeitsfortschritte gesprochen?
  12. Habe ich im letzten Jahr die Möglichkeit gehabt in meiner Arbeit zu lernen und persönlich zu wachsen?

Ergänzend muss ich noch sagen, dass es als Lehrerin doch etwas leichter ist, diese Fragen zu beantworten (oder nur für mich?). Schließlich ist der Job so vielseitig, dass man sicher einmal am Tag das tut, was man am besten kann. Aufmerksamkeit und Lob bekommt man häufig auch von den Schülerinnen, bei uns im Kollegium herrscht so ein super Zusammenhalt, dass es immer jemanden gibt, der sich um einen kümmert. Manche Kolleginnen wachsen einen natürlich mehr ans Herz, sodass man „mehr“ mit ihnen teilt. Unsere Chefin steht voll hinter uns und möchte, dass wir über uns hinauswachsen und ermöglicht uns daher sehr vieles in Bezug auf Fortbildung(en). Es darf jeder seine Meinung äußern und dabei seinen Horizont erweitern (aber ja, manchmal wird man trotzdem einfach in Grund und Boden geredet 😉 ). Wenn man als Lehrerin nicht weiß, dass der eigenen Beruf wichtig ist, dann hat man schlicht seinen Beruf verfehlt (das trifft aber auf alle Sparten zu). Ein reger Austausch mit den Kolleginnen reflektiert beinahe täglich, wie die Arbeitsfortschritte sind, man ist nicht allein mit gewissen „Phasen“, findet immer ein offenes Ohr (wir sind auch ~25 Kolleg/innen) und tauscht Material und Ideen aus. Denn nur gemeinsam kann man aus dem Vollen schöpfen, wobei man ohnehin jeden Tag etwas dazulernt und (teilweise über sich hinaus-) wachsen muss. 😉

Also ich finde schon, dass wir ein ziemlich breites Spektrum einfach so im Alltag abdecken und gut meistern. 🙂

Sonnenfinsternisschutzbrillen, GTS-Unstimmigkeiten, Supervisionen und lange Diskussionen

Dienstbeginn: 7:30

Dienstende: 20:30

Pause dazwischen: einmalige 75 Minuten am Stück

Heute war ich relativ spät dran, ein Müllauto „stahl“ mir noch wertvolle Minuten, sodass ich erst pünktlich mit der Aufsichtspflicht meinen Dienst beginnen konnte.

Zu meinem Glück habe ich eine Kollegin, die mich zur Pause zwingt (ok, wir uns gegenseitig) und so spazierten wir zur Bäckerei im Ort, gönnten uns etwas Süßes und genossen das dann am Balkon in der Sonne. 🙂 Es fand sich sogar noch Zeit, auch endlich mein Mitarbeiterinnengespräch terminlich zu fixieren.

Danach ging es gleich wieder weiter mit Korrekturen und Vorbereitungen.

Endlich war die Zeit für den „Jour fixe“ gekommen. Diesmal hatte ich einen geplanten Tagesordnungspunkt: Die bevorstehende partielle Sonnenfinsternis.

Als ich auf die Sonnenschutzbrillen zu sprechen kam, wurde von einer Kollegin sofort eingeworfen, dass die Kinder am Nachmittag im Schulhaus so herumtoben. Ich will es ja nicht persönlich nehmen, aber… immer, wenn ich etwas einbringe, wird von dieser Seite sofort „gekontert“ (letztes Mal, als es um Anschauungsobjekte für den Sexualkundeunterricht ging kam: „Wenn sie das kriegt, dann bekomme ich meine Pausenspiele!“). Hm.

Nach gefühlten Ewigkeiten, wo natürlich noch alle anderen Unstimmigkeiten vom Nachmittag aufgezählt wurden, manche (jungen) Kollegen permanent unterbrochen wurden und ich mal kurz auf die Toilette flüchtete, wurde dann beschlossen, nun doch die Juristen des LSR damit zu belästigen. 🙂 Na wenigstens passiert etwas. 🙂

Gemeinerweise, habe ich dann zu fortgeschrittener Stunde, als das Ende schon nah war und wir uns alle nur mehr wünschten, endlich rauszukommen, beim Punkt „Sonstiges/Allfälliges/Diverses“ noch die Supervisionen eingeworfen. Es war vor nicht allzu langer Zeit einmal (per mail) Thema, wo ich auf null Resonanz stieß. Aber… da ich bereits beim Dienstantritt in dieser Schule auf taube Ohren gestoßen bin… . Aller guten Dinge sind 3 oder so. 😉

Dieses Mal kam eine neue Masche, es würde sich ohnehin kein gemeinsamer Termin finden lassen – wie man sieht, war es ohnehin schwer genug einen Termin für die Konferenzen zu finden, der für alle passt… Achtung wir schweiften mal wieder sehr weit ab. Kernaussage von oben war: „Supervisionen haben nur Sinn, wenn sie von allen im Kollegium genutzt werden, und da lässt sich einfach kein Termin finden, weil wir ja ohnehin alle so eingedeckt sind…“ Ich kürze ab: blablabla. Leider muss ich da widersprechen. 🙂 Supervisionen bringens einfach voll, weil man eben einmal einen anderen Blick auf die Sachlage bekommt. 🙂

Aber gut… wir werden sehen, ob es weitergeht… und wenn: wie. 🙂