Bereits vor 3 Jahren kam das Thema einmal auf. Da ich an meiner alten Volksschule bereits in den Genuss von Supervisionen kam, war ich natürlich sofort dafür. Aber… die eine Kollegin und ich sind damals eiskalt abgeblitzt – sowas haben wir nicht nötig, schließlich haben wir jeden Freitag den Wochenrückblick!
Das stimmte… nur leider nahm dieses gemütliche Beisammensitzen immer mehr ab… so ließ ich nicht locker und konnte noch mehr Kolleginnen für diese Idee gewinnen. Schon alleine deshalb, weil es sich nicht mehr verhindern ließ zu bemerken, dass seit letztem Schuljahr die Harmonie an dieser Schule etwas abgenommen hatte.
Nachdem ich bei meinem letzten Mitarbeiterinnengespräch das OK von Seiten der Direktion doch noch erwirkt hatte, kümmerte ich mich um einen Termin auf freiwilliger Basis. Unsere Frau Direktor war so lieb und bezahlte den Jahresbeitrag für eine Mitgliedschaft beim Lehrerinnenberatungszentrum und so hatten wir im (Kalender-) Jahr 4 Einheiten „gratis“. Und gestern war es das erste Mal soweit! 🙂
10 Kolleginnen hatten sich vorangemeldet, also bestand doch bei etwas weniger als der Hälfte Interesse daran, wieder mehr Balance in den Schulalltag zu bringen. 🙂 Freute mich. Die Supervision an sich verlief gewohnt locker & lustig. Genau so, wie man uns eben (nach außen hin) kannte. DAS waren wir! Nichts desto trotz war uns bei allem Spaß bewusst, dass wir manche Dinge im gesamten Kollegium einfach öfter/mehr ansprechen müssen. Dazu wollten wir die anstehende letzte Konferenz nutzen – immerhin, wir wollten unsere „Probleme“ vor den Ferien „gelöst“ wissen! 🙂
Voller Datendrang machten wir uns nach der Supervision noch an die Arbeit um das genauer auszuarbeiten. Trotz meiner Bedenken in manchen Belangen, bin ich zuversichtlich, dass es gut gehen wird. Klar stehe ich dahinter… 😀 Ich werde nicht etwas anzetteln und dann klein beigeben! 😉
Außerdem… weiterführend wäre es mein (Traum-) Ziel, Supervisionen als Fortbildung geltend zu machen. Es gibt so viele (schwachsinnige) Fortbildungen, von denen man nicht wirklich viel hat. Aber ich kenne niemanden, der bei einer Supervision nicht voll viel dazugelernt hätte. Aus meiner Sicht muss es doch möglich sein – es ist immer mit Anwesenheitslisten – sich das anrechnen zu lassen: DAS ist pädagogisch wertvoll!
Ernüchternd fand ich, dass die Reisekosten des Supervisors leider nicht von der Direktion übernommen wurden. Zum Glück hatte ich gestern eine leise Vorahnung und fragte die Runde, ob es denn ok sei, wenn wir uns den Betrag schwesterlich teilen. Alle stimmten zu.
DAS ist unsere Stärke: Wir halten zusammen. Wir lösen Probleme. Wir unterstützen einander. Darauf müssen wir (wieder) aufbauen – dann schaffen wir alles! 🙂